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Die Idee – Lokale Solarwärme zur direkten Nutzung im Wohnquartier

In der Stadt Chemnitz ist ein großes Fernwärmenetz mit mehreren Sekundärnetzen installiert.
Der Energieversorger „eins“ nutzte die Chance, bei der Sanierung des Innenstadtquartiers Brühl, die Wärmeversorgung zu revolutionieren. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und unterstützt durch die TU-Chemnitz steht Chemnitz jetzt für eins der Pilotprojekte energetischer Städtesanierung. Es wurden neue Nahwärmeleitungen verlegt und eine 2200 m² große thermische Solaranlage von Wagner Solar in Kombination mit einem BHKW installiert. Zum Einsatz kamen unsere WGK Kollektoren, die speziell für große Installationen konzipiert sind. Die Kollektoranlage ist als Freiflächenanlage ausgeführt. Für die windsichere Aufstellung wurden Sigma Rammprofile oder Steel Roots Bodenfundamente eingesetzt, die eine individuelle Höhenanpassung zulassen. Die Kollektorverbinder kompensieren zuverlässig die Längenausdehnung der in den Kollektoren vormontierten Sammelleitungen. So können in lange Kollektorreihen von bis zu 120 m² Fläche mit geringem Aufwand direkt miteinander verbunden werden ohne zusätzliche Verrohrung. Als Standort bot sich die Energiezentrale Z90 an, unmittelbar am Wohnquartier gelegen, von der auch zentral eine Kälteversorgung betrieben wird. Aktuell werden 168 Gebäude mit etwa 1600 Haushalten versorgt. Die Heizlast beträgt 9 MW. Im Vollausbau wird die Heizlast bis auf 15 MW steigen.

Die optimalen Voraussetzungen schaffen

Damit die Solarwärme optimal genutzt werden kann, müssen die Temperaturen zusammen passen. Im Rahmen der Sanierung des Stadtteils mit TU-Campus und des Brühl Boulevards wurden auch die Infrastruktur der Versorgung und Kommunikation modernisiert. Die energetische Optimierung der Gebäude und der Verteilung lassen nun im durch Wärmetauscher vom Fernwärmenetz getrennten Sekundärnetz Vorlauftemperaturen von 70°C und Rücklauftemperaturen von 35 – 40°C zu. Die Besonderheit ist hier, dass im Sekundärnetz ohne Systemtrennung vom Kollektorfeld bis zum Heizkörper gearbeitet wird. Höhere Erträge durch niedrigere Systemtemperaturen sowie reduzierte Systemkosten aufgrund einfacherer Ausführung überkompensieren den aktiven Frostschutz durch Beheizung des Kollektorfeldes mit Niedertemperaturwärme in den wenigen Frostnächten.

Die Anlage wurde im August 2016 fertiggestellt.
Ein gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Integration großer Solarsysteme im urbanen Stadtgebiet.

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