Förderung von Solaranlagen nach dem EEG

Förderung von Solarstromanlagen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt fest, dass der ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrom vergütet wird – 20 Jahre lang.

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Aktuelle Einspeisevergütungen gemäß  EEG

Fördersätze für Solarstromanlagen bei fester Einspeisevergütung (Kleinanlagen bis einschließlich 100 kWp Anlagenleistung) ohne Direktvermarktung
 

PV-Anlagen auf Wohngebäuden / an Lärmschutzwänden

Fördersätze in ct/kWh

Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich 

Inbetriebnahme 

0 - 10 kWp

10 - 40 kWp

40 - 100 kWp

0 - 100 kWp

ab 01. Oktober 2016 12,31 11,97 10,71 8,53
ab 01. November 2016 12,31 11,97 10,71 8,53
ab 01. Dezember 2016 12,31 11,97 10,71 8,53
Reduzierte EEG-Umlage auf Eigenverbrauch  keine   30 % 30 % 30 %

 

Fördersätze für Solarstromanlagen bei Direktvermarktung (verpflichtend ab 100 kWp Anlagenleistung)
 

PV-Anlagen auf Wohngebäuden / an Lärmschutzwänden

Fördersätze in ct/kWh

Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich

Inbetriebnahme

0 - 10 kWp

10 - 40 kWp

40 - 1000 kWp

0 - 10 MWp

ab 01. Oktober 2016 12,70 12,36 11,09 8,91
ab 01. November 2016 12,70 12,36 11,09 8,91
ab 01. Dezember 2016 12,70 12,36 11,09 8,91
Reduzierte EEG-Umlage auf Eigenverbrauch keine  30 % 30 % 30 %

 

Allgemeine Erläuterungen zum EEG:

  • Auf eigenverbrauchten Strom von Solarstromanlagen ab 10 kWp Leistung ist eine reduzierte EEG-Umlage zu entrichten.
  • Bei Solaranlagen über 10 kW erfolgt eine Mischvergütung:
    z.B. 20 kW-Solaranlage: (10/20 x 12,31 ct/kWh + (10/20 x 11,97 ct/kWh) = 12,14 ct/kWh
  • Freiflächenanlagen erhalten eine Förderung nur noch nach erfolgreicher Teilnahme an einer Ausschreibung gemäß der Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV). Die Anlagengröße ist begrenzt auf 100 kWp - 10 MWp.
  • Laufzeit der Einspeisevergütung: 20 Jahre plus anteilig das Inbetriebnahmejahr.
  • Die Vergütung ist begrenzt auf Anlagengrößen bis 10 MWp.

 
(Alle Angaben ohne Gewähr)

(Für weitere Informationen einfach anklicken)

Einspeisevergütung und Direktvermarktung - Marktprämienmodell

Anlagen bis 100 kWp Leistung werden mit einer festen Einspeisevergütung gefördert. Betreiber von großen Solarstromanlagen ab 100 kWp Leistung müssen ihren Strom selbst oder über Direktvermarkter vertreiben. Der Solarstrom wird dabei über die Strombörse verkauft. Der Anlagenbetreiber erhält den Börsenpreis, der sich aus dem tatsächlichen Monatsmittelwert des verkauften Solarstroms errechnet.

Da die Börsenerlöse die Kosten einer Solarstromanlage alleine nicht decken, wird zuzüglich eine Marktprämie gezahlt, die der Differenz zwischen dem Börsenpreis und der bisherigen Einspeisevergütung entspricht. Hinzu kommt ein Aufschlag von 0,4 ct/kWh als Ausgleich für den Mehraufwand durch die Direktvermarktung.

Dieses Marktprämienmodell gilt seit 1. Januar 2016 für Neuanlagen ab 100 kWp Leistung.

Auch Betreiber von Anlagen unter 100 kWp Leistung können ihren Strom direkt vermarkten. Sie bekommen dann ebenfalls die höhere Vergütung.

Eigenverbrauch von Solarstrom und EEG-Umlage

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) legt fest, dass der ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrom vergütet wird - 20 Jahre lang.

Für den eigenverbrauchten Solarstrom aus Anlagen ab 10 kWp Leistung ist eine reduzierte EEG-Umlage zu zahlen.

Die Reduzierung der EEG-Umlage ist gestaffelt und beträgt:

  • seit 01.01.2016: 35 %
  • ab 01.01.2017: 40 %

der dann jeweils gültigen EEG-Umlage.

Der Eigenverbrauch muss vom Verbraucher des selbst erzeugten Solarstroms mittels geeichtem Zähler gemessen und dem zuständigen Netzbetreiber bis spätestens 31. Mai des Folgejahres mitgeteilt werden.

Die EEG-Umlage fällt nicht an für:

  • Anlagen unter 10 kWp Leistung mit weniger als 10 MWh/Eigenverbrauch/Jahr, sogenannte Bagatellgrenze.
  • Kraftwerkseigenverbrauch
  • Eigenverbraucher, die weder mittelbar noch unmittelbar an das Netz angeschlossen sind (netzautarke Inselanlagen)
  • Eigenversorger, die sich vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen und für den nicht selbst verbrauchten Strom keine EEG-Förderung in Anspruch nehmen.

Erhöht sich die Anlagenleistung einer bestehenden Solarstromanlage durch Erneuerung oder Erweiterung um max. 30 % ist ebenfalls keine EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zu entrichten.

Angepasste Degression

Im EEG ist eine Degression der Förderung festgeschrieben. Das bedeutet, die Fördersätze, die dann jeweils für 20 Jahre gelten, werden monatlich angepasst. In Abhängigkeit vom realen PV-Zubau erfolgt eine quartalsweise Korrektur der Degression auf Basis eines „rollierenden“ 12-monatigen Bemessungszeitraums. Die Fördersätze werden von der Bundesnetzagentur für jeweils 3 Monate im voraus bekanntgegeben.

Größenbegrenzung für Freiflächenanlagen

Alle Anlagen, die im Umkreis von 2 km und binnen 24 Monaten innerhalb derselben Gemeinde errichtet werden, werden zur Bemessung der 10 MWp zusammengefasst.

 

 

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